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Connected Home over IP Projekt – Das haben die Tech-Giganten mit Smart Home vor

Connected Home over IP Projekt

Amazon, Apple und Google. Wenn man diese drei Giganten in einem Satz ließt, dann ist, in der Regel, etwas grosses im Busch. Diesmal geht es um ein Connected Home over IP Projekt.

Connected Home over IP – Was bedeutet das?

„Connected Home over IP“ ist ein Projekt, bei dem sich die Branchengrössen wie Amazon, Apple und Google mit ZigBee Allianz und einigen Mitgliedern zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen haben.

Doch wofĂŒr das ganze?

Schau her, wenn man heute mit einem Smart Home starten möchte, hat man trotz der (manchmal suggerierten) Einfachheit, immer noch ein paar HĂŒrden zu ĂŒberwinden.

Je nachdem, wie gross das eigene Vorhaben ist, könnten spÀter sogar manchmal unlösbare Probleme auftreten. Danach musst du eventuell auf ein ganz anderes System umsteigen, was wiederum mit hohen Kosten verbunden wÀre.

Warum ist das so?

Sehr oft kochen die Hersteller ihr eigenes SĂŒppchen mit proprietĂ€ren oder offenen Funkstandards, wie:

Z-Wave (Z-Wave Plus und S2), ZigBee und ZigBee 3.0, EnOcean, DECT-ULE, WiFi und WiFi 6, Bluetooth und Bluetooth LE, BidCos (proprietÀr, eQ3), KNX-RF: kein Wunder, dass hier die Verwirrung gross ist.

Da gibt es nur ein Problem: Die KompatibilitÀt

Obwohl z.B. alle Z-Wave GerÀte theoretisch untereinander kompatibel sein sollten, egal von welchem Hersteller, sind sie es oft aber leider nicht. Was oft an den Smart Home Zentralen des jeweiligen Herstellers liegt.

Ähnlich verhĂ€lt es sich mit dem Funkstandard ZigBee. Seiner enormen Verbreitung und Bekanntheit hat der Standard den Philips Hue Leuchten von Signify zu verdanken.

Den Bekanntheitsgrad noch weiter zu steigern, hilft jetzt ebenfalls schon seit ein paar Jahren der schwedische Einrichtungshaus mit seinen smarten tradfri GerÀten.

Du siehst, es gibt schon genug Probleme in eigenen Reihen, geschweige denn, mit den GerÀten von anderen Protokollen untereinander.

Doch dafĂŒr gibt es aber Portale und Blogs, wie SmartHomeChecker, die dir helfen, sich in diesem Dschungel zurecht zu finden.

ZurĂŒck zum „Connected Home over IP“ Projekt.

ZunÀchst einmal möchte ich aber noch die weiteren Partner des Projekts nennen, die ab dem Start schon dabei sind.

Diese ZigBee Allianz Vorstandsmitglieder sind an Bord:

  • Ikea (tradfri)
  • Signify (Philips Hue)
  • Samsung (SmartThinks)
  • Schneider Electric
  • Somfy
  • Silicon Labs
  • Legrand
  • Leedarson
  • MMB Networks
  • NXP
  • Resideo
Connected Home over IP mit Amazon, Google, Apple, ZigBee-Allianz, Signify,Ikea
Diese Unternehmen sind bereits jetzt dabei (© Screenshot: connectedhomeip.com)

Was ist das Ziel?

Das Projekt soll vor allem helfen, die Entwicklung fĂŒr die Hersteller einfacher zu gestalten, und die KompatibilitĂ€t fĂŒr die Endverbraucher zu erhöhen.

Weiterhin sind die teilnehmenden Unternehmen der Überzeugung, dass Smart Home GerĂ€te sicher und zuverlĂ€ssig zu verwenden sein sollten, was natĂŒrlich absolut Sinn macht.

Die Arbeitsgruppe soll somit einen Ansatz auf der Open-Source Basis fĂŒr die Entwicklung und Implementierung eines neuen und, vor allem, eines einheitlichen KonnektivitĂ€tsprotokolls verfolgen.

Dabei sollen die Smart Home Technologien von Amazon, Apple, Google der ZigBee Allianz und auch von den anderen verwendet werden.

Wie zum Beispiel:

  • Alexa Smart Home bei Amazon
  • Apple HomeKit
  • Google Webart
  • Dotdot-Datenmodelle der ZigBee Allianz

So erhoffen sich alle beteiligten eine wesentlich schnellere Entwicklung des neuen Protokolls.

Die BenutzeroberflÀchen sollen dabei aber nicht standardisiert werden. Zumindest vorerst nicht.

Nicht nur die vereinfachte Entwicklung, sondern auch die einfache Herstellung von smarten GerÀten gilt als Ziel des Projekts. Diese GerÀte sollen dann mit den Sprachassistenten Alexa, Siri und Google Assistant kompatibel sein.

Ganz wichtig zu wissen, das Protokoll wird die bestehenden Technologien ergÀnzen und nicht ersetzen.

Warum IP (Internet Protocol)?

Derzeit gibt es keinen offenen und weit verbreiteten IP-basierten Smart Home Standard, obwohl IP das Protokoll des Internets und somit die hĂ€ufigste Netzwerkschicht ist, die ĂŒberall Anwendung findet.

Laut dem Bericht, sollen sich die ersten Spezifikationen auf Wi-Fi, bis einschließlich Wi-Fi 6, und IP Implementierungen fĂŒr Bluetooth LE beschrĂ€nken.

ErwĂ€hnenswert ist auch, dass die „Connected Home over IP“ Arbeitsgruppe wahrscheinlich auch andere IP-basierte Technologien wie Ethernet, Mobilfunk, Breitband und weitere umfassen wird.

Was hast du als Endverbraucher davon?

Wie oben schon erwĂ€hnt, stellt die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde die KompatibilitĂ€t der smarten GerĂ€te untereinander dar.

Wenn jemand auf das Produkt A setzt, weil es seine Erwartungen erfĂŒllt, und spĂ€ter aber Produkt B ebenfalls einsetzen möchte, weil der Preis oder das Design besser passen, macht hier oft die KompatibilitĂ€t ein Strich durch die Rechnung.

Somit soll das neue IP-Protokoll vor allem sicherstellen, dass die GerÀte untereinander kompatibel sind und bleiben, damit du im Endeffekt weniger Sorgen und Kopfschmerzen hast.

Was passiert mit den vorhandenen Smart Home GerÀten?

Die drei Giganten Amazon, Apple und Google, verpflichten sich, laut dem Bericht, die bereits vorhandenen Produkte zu unterstĂŒtzen.

Darf man sich als Unternehmen beteiligen?

Hier spricht die Arbeitsgruppe des „Connected Home over IP“ Projekts ein klares ja aus. Sie begrĂŒĂŸt die Hersteller und Entwickler aus der Smart Home Branche und lĂ€dt sie ein, sich zu beteiligen und etwas dazu beizutragen.

Bei Interesse können die Unternehmen auf der „Connected Home over IP“ Webseite des Projekts ein entsprechendes Formular ausfĂŒllen.

Aber, das ist nicht alles.

Was macht eigentlich die Z-Wave Allianz jetzt?

Z-Wave gehört nicht zu dieser neuen Arbeitsgruppe dazu. Aber praktisch einen Tag nach der VerkĂŒndung zu dem neuen „Connected Home over IP“ Projekt, ĂŒberraschte Z-Wave ebenfalls mit einer erfreulichen Meldung.

Die Z-Wave Funkchips durften alle bis lang, ausschließlich von Silicon Labs, hergestellt werden.

Doch das soll alles der Vergangenheit angehören.

Silicon Labs erlaubt jetzt, durch die Öffnung des Standards, anderen Herstellern die Z-Wave-Chips zu entwickeln und zu produzieren.

Die Z-Wave Allianz soll nun als eigenstĂ€ndige Organisation sich um die Entwicklung und Zertifizierung kĂŒmmern.

Quellen: connectedhomeip.com, prnewswire.com

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Über den Autor

Hey, ich heisse Friedrich >> Ich bin der GrĂŒnder und Blogger von smarthomechecker.de. Schon seit ich denken kann, beschĂ€ftige ich mich mit der Technik und Elektronik, die mich zum Begeistern bringt. So bin ich auch ein sehr grosser Smart Home & Apple Fan. Ich freue mich sehr auf die weitere Entwicklung in diesem Bereich! Du findest mich auch auf Instagram mit Short-News und Tipps rund um Smart Home. 

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